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  • Annette Pacher-Groß

NEIN - ist ein vollständiger Satz, oder etwa nicht?

Eine erwachsene Frau zu sein, verlangt uns einiges ab. In Zeiten von Krisen und Wandel erst recht. Wir tragen viel Verantwortung für unseren Alltag, unser Einkommen, die finanzielle Versorgung von uns und unseren Lieben. Hinzu kommen Verpflichtungen für den Haushalt, die Erziehung der Kinder, eventuell eine tragfähige Partnerschaft zu gestalten. Wir kümmern uns um in die Jahre gekommene, bedürftige Eltern, haben Ehrenämter in Vereinen inne und versorgen regelmäßig unser Haustier. Dann gibt es noch Hobbys, Sport und andere Dinge, die uns Freude bereiten und natürlich ein Freundeskreis, der auch regelmäßig gepflegt werden will. All das gibt uns viel Freude und im besten Falle auch innere Erfüllung, kostet uns jedoch auch Kraft, Zeit, Anstrengung und fordert täglich unseren Einsatz.





Oftmals fällt es uns schwer, alle Themen und Anforderungen unter "den einen Hut" zu bekommen. To-Do-Listen erstrecken sich endlos lang und am Ende des Tages ist oft noch "so viel Liste"übrig und so wenig Zeit. In solchen Momenten dürfen wir uns regelmäßig klar machen, dass wir ein Mensch sind mit großem Potential, aber mit begrenzten Ressourcen und diese gilt es sinnvoll und stimmig für uns einzusetzen. Oft denken wir erst an uns selbst, wenn der Chef, die freiberufliche Arbeit, die Kinder, der Partner, die Eltern, das Haustier, die beste Freundin etc. alle versorgt und zufrieden sind. Und hier dürfen wir mehr an uns selbst und etwas weniger an alles andere denken. NEIN ist ein vollständiger Satz, das betrifft Situationen in denen wir uns offensichtlich gegen Belästigung und Angriff von außen wehren müssen, dies betrifft jedoch auch unseren inneren Kritiker, der stets darauf drängt, dass da noch etwas mehr geht, - nach dem Motto: MEHR ist MEHR... da geht noch was... Auch hier ist NEIN ein vollständiger Satz. Und NEIN heißt Nein zu noch mehr Anforderung, noch mehr aus mir herausholen müssen, noch mehr Anstrengung und noch späteres zu Bett gehen... NEIN ist hier ein Heilmittel und ein resourcenschonendes Instrument für mich selbst, durch mich selbst. Ich darf mich selbst wichtig nehmen, ich darf mir selbst die beste Freundin, die Mutter, die Liebende sein. ICH bin wichtig und liebenswert, so wie ICH bin.


Danke, dass es DICH gibt, du wundervolle Frau.

Danke an Dein NEIN und Dein JA zu Dir selbst.


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